30 chamaeleons

entwurf 2. semester master | das chamäleon stand pate. in seiner haut befinden sich dehnbare farbzellen, die den farbwechsel ermöglichen. diesen nutzt das tier hauptsächlich zur kommunikation, aber auch für tarnung oder energetische aspekte. bei starker hitze reflektiert das chamäleon wärmestrahlung durch helle tönungen, braucht es wärme kommen dunkle töne zum einsatz. architektonisch erschien eine gebäudehülle oder ein raumelement mit vergleichbaren eigenschaften als sinnvoll. umsetzung der konzeptidee durch übertragung der chamäleonhaut in ein vereinfachtes modell. die dehnbaren farbzellen in der haut des reptils werden durch künstliche imitiert. den schuppen nachempfunden bilden 50x50cm grosse modulboxen aus glasfaserverstärktem kunststoff eine transluzente schutzschicht und gleichzeitig den rahmen. sensorische qualität erlangt das system durch ‚dehnstoffelemente‘, die in jedem modul verbaut sind und auf temperaturveränderungen reagieren. der aufbau ist mit einem baukasten vergleichbar. diese module lassen sich flexibel zu wänden, decken oder ähnlichem addieren. das system kann lichtdurchlässigkeit sowie farbintensität je nach stärke der sonneneinstrahlung und temperatur anpassen. verschattung findet zeitlich und lokal nur dort statt, wo es notwendig ist. über farbveränderung wird mit dem betrachter ‚kommuniziert‘. daraus resultiert energetisches und gestalterisches potenzial.
das ‚dehnstoffelement‘ ist ein zylindrisches gehäuse, gefüllt mit paraffin. wird es erwärmt, dehnt sich der stoff aus und drückt einen kolben aus dem gehäuse. dadurch werden die künstlichen farbzellen ausgedehnt. dieses prinzip kommt ohne elektrische steuersysteme aus und läuft eigenständig in reaktion auf die umwelt ab. verfasser: oliver lenk, marcus kirschke, sören burkhardt

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