Raum für Wein

Baukonstruktion 4. Semester Bachelor

Für einen Weinliebhaber und „Kleinstwinzer“ soll auf seinem Südhanggrundstück in Pödelist (Saale Unstrut) mit Weinreben, einem bestehendem Weinberghaus und herrlichem Ausblick, ein Raum zum Weingenießen entworfen werden. Er möchte dort seine Weinsammlung unterbringen und Weinverkostungen für Freunde ausrichten. Die Atmosphäre des Raumes soll auch geeignet sein, den Raum als kontemplativen Rückzugsort zu nutzen. Der Bauherr wünscht sich ein massives Gebäude aus Beton, das auch teilweise in den Hang eingegraben werden kann. Der Bauherr ist überzeugt, dass ein massiver Betonbaukörper als Material am besten geeignet ist um Wein in stabilen klimatischen Bedingungen zu lagern und dass durch die Beschaffenheit der sichtbaren Betonoberflächen das sinnliche Erleben des Raumes intensiviert wird. Außerdem bevorzugt der Bauherr reduzierte Formen und ist strenger Gegner formaler Effekthascherei.

Ort

Der Standort des Raumes für Wein auf dem Grundstück ist frei wählbar. Alle vorhandenen Schuppen und Nebengebäude stehen zur Disposition. Auch das bestehende Weinberghaus kann abgebrochen werden. Bestehende Weinreben sind zu erhalten und durch Neupflanzungen zu ergänzen. Zu analysieren ist die Topografie, die Modellierung der Umgebung und die Einbindung in die Landschaft, ihr Klima, ihr Charakter, der Bewuchs, die Orientierung zur Sonne und die Aussicht. Was gibt der Ort vor? Wodurch ist er bestimmt? Welchen Einfluss hat die nähere und fernere Umgebung auf den Ort?

Konstruktion und Material

Ohne Tragwerk und Hülle keine reale Architektur! und die Konstruktion schließt deren Fügung und das Material und dessen Eigenschaften ein. Das bedeutet, dass Beton eine andere Konstruktionsmethode voraussetzt als Stahl oder Holz. Dabei muss man sich auch immer wieder fragen, was ein bestimmtes Material, in einem bestimmten architektonischen Zusammenhang bedeuten kann. Außerdem sollte der Aufwand der Realisierung in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen und zum ideellen Wert des Gebauten stehen. Alle Wände sollen in Betonbauweise ausgeführt werden, Sichtbeton ist das bestimmende Material außen und innen. Ob Fertigteile eingesetzt werden, ist im Rahmen der Konsultationen abzustimmen. Ein Mindest-Wärmeschutz ist zu gewährleisten, ‚Wärmedämmbeton’ und ‚wasserdichter’ Beton sollen nicht eingesetzt werden.

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Studierende 3.Semester Bachelor

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